Neuerungen innerhalb unserer Branche

Nachfolgend werden die wichtigsten Neuerungen kurz erläutert. Die Bildungsverordnung 2012 gilt neu für alle Bildungswege, die zum Abschluss Kauffrau/Kaufmann EFZ führen.

 


Profildifferenzierung (B- und E-Profil)

Die beiden Profile unterscheiden sich nur noch in der schulischen Ausbildung. In der betrieblichen Ausbildung und in den überbetrieblichen Kursen verfolgen beide die gleichen Bildungsziele (gleiches Berufsbild, gleicher Bildungsplan).
Die Berufsbezeichnung im eidgenössischen Fähigkeitszeugnis lautet für beide Profile «Kauffrau/Kaufmann EFZ». Das unterschiedliche Profil dokumentiert der Notenausweis.

 


Betriebliche Bildung

Die OKGT hat neu die Möglichkeit den betrieblichen Teil des Bildungsplans flexibler auszugestalten und Wahlpflichtziele zu definieren. Die Ausbildungsinhalte lassen sich so rasch aktualisieren und die Vorgaben des Bildungsplans besser an die betrieblichen Bedingungen anpassen. Der betriebliche «Tronc commun» entfällt.

 


Überbetriebliche Kurse (üK)

Die Zahl der üK-Tage wird von bisher 12 auf neu 16 ausgeweitet. Die Leistungsziele sind im Bildungsplan unter «Branche und Betrieb» branchenspezifisch definiert.

 


Leistungszielkatalog

Neu müssen 24 betriebliche Leistungsziele von allen Lernenden bearbeitet und erreicht werden. Zusätzlich kommen 6 Betriebsgruppen spezifische Leistungsziele, je 3 Leistungsziele für die Betriebsgruppe „Treuhand“ und je 3 für „Immobilientreuhand“ hinzu. Die Leistungsziele sind untergliedert in Teilfähigkeiten. Diese Teilfähigkeiten basieren auf dem bisherigen Leistungszielkatalog. Einige wurden angepasst und weitere neu erstellt.

 


Arbeits- und Lernsituationen (ALS)

Weiterhin müssen sechs ALS innerhalb der Ausbildung bearbeitet werden. Pro Lehrjahr finden zwei Beurteilungen und Rückmeldungen statt.Neu basiert die ALS auf 5 Teilfähigkeiten und 5 Verhaltenskriterien.

 


Prozesseinheiten (PE)

Die Lernenden bearbeiten neu während der Ausbildung zwei Prozesseinheiten (bisher drei). PE 1 wird wie bisher im üK 2 mit Vortrag geprüft. PE 2 findet künftig im üK 3 statt und wird mittels eines Kurzreferates und anschliessender Beantwortung von Fragen des üK Leiters bewertet. Das bisherige Lernjournal fällt weg.

 


Qualifikationsverfahren (QV)

Das betriebliche Qualifikationsverfahren umfasst die Erfahrungsnote (50 %) sowie die schriftliche (25 %) und die mündliche Prüfung (25 %). Die Erfahrungsnote besteht aus acht gleichwertigen Noten. Sie umfasst sechs Arbeits- und Lernsituationen (wie bisher) sowie zwei Prozesseinheiten.Der heutige Praxisbericht bleibt bestehen und bildet bei der mündlichen QV die Basis für das Rollenspiel. Da der betriebliche «Tronc commun»-Teil entfällt, wird das schriftliche QV nur noch branchenspezifisch sein.

 

Übersicht neue Begriffe

Übersicht neue Begriffe  [PDF, 50.0 KB]